Neuhausen-Nymphenburg stellt sich vor

Mit mehr als 87.000 Einwohnern ist der Stadtbezirk 9 Neuhausen-Nymphenburg der zweitgrößte der 25 Münchner Stadtbezirke. Er reicht vom Marsfeld am Innenstadtrand, dem Olympiapark im Nordosten, über die Villenkolonie Gern im Norden und den Schlosspark Nymphenburg im Westen bis zu den Bahnanlagen auf der Achse Hauptbahnhof-Pasing im Süden. Mit einer Fläche von knapp 1.300 Hektar gehört Neuhausen-Nymphenburg zu den Stadtbezirken mittlerer Größe. 

Aktuelle Zahlen zur Bevölkerung, zur Infrastruktur und zu den wirtschaftlichen und sozialen Eckdaten des Stadtbezirks finden sich im Statischen Taschenbuch der Stadt München.

Historsch geprägt wird der Stadtbezirk 9 durch gründerzeitliche Altbauen im historischen Zentrum Neuhausens rund um den Rotkreuzplatz, durch zahlreiche Genossenschaftsbauten, insbesondere im Süden (z.B. die Siedlung Neuhausen entlang der Arnulfstraße von Hans Döllgast aus den späten 1920ern), durch den Schlosspark Nymphenburg und die benachbarte Villenkolonie Gern sowie - in der jüngeren Vergangenheit - durch die Nähe zum Oylmpiapark aus dem Jahr 1972. Starkes Wachstum verzeichnet der Stadtbezirk derzeit im Südwesten, wo am Hirschgarten derzeit ein neues Stadtteilquartier für rund 5.000 Menschen entstehen. 

Fundierte Informationen zur Stadteilgeschichte und  thematische Stadteilspaziergänge am Wochenende bietet die Geschichtswerkstatt Neuhausen.

 

Präsentation des Stadtbezirks und des OV aus dem Jahr 2010 (PDF, 3,1 MB)

Wahlergebnisse der letzten Jahre

Die Grünen konnten in den letzten Jahren in Neuhausen-Nymphenburg gute Wahlergebnisse erzielen. Bei der Stadtratswahl 2008 stimmten 15,7 % der Bürgerinnen und Bürger für Bündnis 90 / Die Grünen, bei der Landtagswahl 2008 waren es 19,4 %.  Im Jahr 2009 wurden die Grünen im Stadtbezirk mit 25,5 % bei der Europawahl und 21,15 % bei der Bundestagswahl jeweils zweitstärkste Partei.  

Im Bezirksausschuss stellen wir gegenwärtig neun von 39 Mitgliedern


Geschichtlicher Überblick zu den Stadtvierteln

NEUHAUSEN

Erstmals erwähnt wurde Neuhausen als  “Niwenhusen”   im 12. Jahrhundert in einer Urkunde des Klosters Schäftlarner.  Hier kreuzten sich die (Handels)Wege zwischen den Städten München und Augsburg  und den alten Dörfern Sendling und Feldmoching. Im Jahr 1794 zerstörte ein großer Dorfbrand den alten Kern von Neuhausen. Nach dem Wiederaufbau ist Neuhausen noh 1839 ein bäuerlich-handwerklich strukturiertes Dorf mit nur 400 Einwohnern. Ab den späten 1860er Jahren setzt die Ansiedlung von Industriebetrieben und damit einhergehend ein starkes Bevölkerungswachstum ein, sodass um 1890 bereits 11.500 Einwohner in Neuhausen lebten. In 50 Jahren ist die Bevölkerung also auf fast das 30fache angewachsen.

Die zahlreiche, noch gut erhaltene Bausubstanz aus der Gründer- und Zwischenkriegszeit verleihen Neuhausen eine hohe urbane Qualität. Ebenso prägend sind die vielen Arbeitersiedlungen und Genossenschaftsbauten. 

 

NYMPHENBURG

Wie Neuhausen wurde Nympenburg (Kemnaten) erstmals im 12. Jahrhundert in einer Schäftlarner Klosterurkunden erwähnt. 1663 kaufte Kurfürst Ferdinand Maria  die Hofmark Kemnaten als Geschenk für seine Frau. Ab 1664 begann der Bau der “Borgo delle Ninfe” (Burg der Nymphen). Es entsteht  nach und nach die Schlossanlage Nymphenburg mit Parks, Kanälen und Zufahrtsalleen. 1761 wurde die Porzellanmanufaktur in das Nördliche Schlossrondell verlegt. Nympenburg steht unter dem Einfluss des Hofes, des Adels und später des reichen Bürgertums. Mit Beginn des ausgehenden 19. Jahrhunderts, nicht zuletzt durch die imageträchtige Nähe zur prunkvollen Schloss-Anlage, entstand ein repräsentatives, gartenstadtähnliches Villenviertel beiderseits der Auffahrtsalleen mit noch zahlreichen Beispielen gründerzeitlicher Architektur (z.B. Villenkolonien Wittelsbach und Gern). 

 

GERN

1150 in Urkunden des Klostern Tegernsee als  “Kerin” erstmals vermerkt ist Gern der älteste überlieferte Siedlungsname im Bereich von Neuhausen-Nymphenburg. Der Name "Kerim" stammt aus dem mittelhochdeutschen “gere” (“keilförmiges Stück”). Der Weiler Gern bestand über Jahrhunderte lediglich aus vier oder fünf Anwesen und befand sich bis zur Säkularisation 1803 in klösterlichem Besitz. Ende des 19. Jahrhunderts entsteht die Villenkolonie Gern. Das Stadtviertel ist seitdem ein bevorzugtes Wohngebiet, in dem auch zahlreiche Künstler wohnen und arbeiten

Freitag, 15. Dezember 2017
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